Wichtiger Hinweis
Die Informationen in diesem Artikel basieren auf dem aktuellen Stand der Pflegegesetzgebung. Konkrete Ansprüche und Beträge können je nach individueller Situation variieren. Wir beraten Sie gerne persönlich zu Ihren Möglichkeiten – diese Informationen ersetzen keine individuelle Beratung durch Pflegekassen oder Fachstellen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Der Entlastungsbetrag steht Ihnen automatisch mit Ihrem Pflegegrad zu – aber wie nutzen Sie ihn konkret
- In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie den Entlastungsbetrag beantragen und erfolgreich abrechnen können
Das Wichtigste vorweg
- 1Einen anerkannten Dienstleister wählen
- 2Leistungen in Anspruch nehmen
- 3Rechnungen bei der Pflegekasse einreichen (oder Direktabrechnung nutzen)
Schritt 1: Pflegegrad prüfen oder beantragen
Prüfen Sie Ihren Bescheid der Pflegekasse. Der Entlastungsbetrag wird dort als Leistungsanspruch genannt.Wenn Sie noch keinen Pflegegrad haben:
1. Stellen Sie bei Ihrer Pflegekasse (= Ihrer Krankenkasse) einen Antrag auf Pflegegrad
2. Der Medizinische Dienst (MD) prüft Ihren Unterstützungsbedarf
3. Sie erhalten einen Bescheid mit Ihrem Pflegegrad
4. Ab diesem Zeitpunkt können Sie den Entlastungsbetrag nutzen
Schritt 2: Anerkannten Anbieter finden
• Fragen Sie bei Ihrer Pflegekasse nach einer Liste
• Suchen Sie online nach "anerkannte Unterstützungsangebote im Alltag" + Ihr Bundesland
• Fragen Sie Ihren Pflegestützpunkt
- Worauf achten:
- ✓Anerkennungsnummer des Anbieters
- ✓Art der angebotenen Leistungen
- ✓Möglichkeit der Direktabrechnung
- ✓Regionale Verfügbarkeit
Schritt 3: Leistungen vereinbaren und nutzen
Besprechen Sie mit dem Anbieter:
• Welche Unterstützung benötigen Sie? (Haushaltshilfe, Begleitung, Betreuung)
• Wie oft soll die Hilfe kommen?
• Wann sollen die Einsätze stattfinden?Vertrag abschließen
In der Regel schließen Sie einen einfachen Dienstleistungsvertrag ab. Achten Sie auf:
• Klare Beschreibung der Leistungen
• Stundensatz oder Pauschalpreise
• KündigungsfristenLeistungen in Anspruch nehmen
Nach Vertragsabschluss kann die Unterstützung beginnen. Der Anbieter dokumentiert alle Einsätze in einem Leistungsnachweis.
Schritt 4: Abrechnung mit der Pflegekasse
1. Sie erhalten eine Rechnung vom Anbieter
2. Sie zahlen die Rechnung selbst
3. Sie reichen Rechnung + Leistungsnachweis bei Ihrer Pflegekasse ein
4. Die Pflegekasse erstattet Ihnen bis zu 131€ pro MonatOption B: Direktabrechnung (empfohlen)
1. Sie unterschreiben eine Abtretungserklärung
2. Der Anbieter rechnet direkt mit Ihrer Pflegekasse ab
3. Sie zahlen nur eventuelle Mehrkosten über 131€ selbstVorteil der Direktabrechnung: Sie müssen nicht in Vorleistung gehen und haben keinen Aufwand mit der Abrechnung.
Checkliste: Das benötigen Sie
- Pflegegrad-Bescheid Ihrer Pflegekasse
- Versichertennummer (Kranken-/Pflegekasse)
- Adresse und Anerkennungsnummer des Dienstleisters
- Leistungsnachweis (mit Datum, Dauer, Art der Leistung)
- Rechnung des Dienstleisters
- Bei Direktabrechnung: Abtretungserklärung
- Kontodaten für Erstattung (bei Kostenerstattung)
Häufige Fehler vermeiden
Lösung: Fragen Sie immer nach der Anerkennungsnummer❌ Fristen verpassen
Lösung: Rechnungen zeitnah einreichen, spätestens bis 30.06. des Folgejahres❌ Unvollständige Leistungsnachweise
Lösung: Alle Einsätze mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift dokumentieren❌ Nicht erstattungsfähige Leistungen buchen
Lösung: Nur anerkannte Unterstützungsangebote nutzen (keine medizinische Pflege)
Nächste Schritte mit Alltagsengel 24
- 1Kostenlose Erstberatung: Wir klären Ihren Anspruch und Ihre Wünsche
- 2Passende Betreuungskraft: Wir finden die richtige Unterstützung für Sie
- 3Komplette Abwicklung: Wir übernehmen die Direktabrechnung mit Ihrer Pflegekasse
→ Zur Leistung: Haushaltshilfe von Alltagsengel 24
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